Barata Latifa

 — Bibliothekar und Wissenssucher aus Leidenschaft

Biografie

Barata wurde als dritter Sohn der Bibliothekarin Jamala und dem Großhändler Ridvan geboren. Schon früh begeisterte er sich für Bücher und Schriftrollen und verbrachte viel Zeit bei seiner Mutter in der Bibliothek von Valencia. Barata und seine Brüder verstanden sich von klein auf sehr gut. Gemeinsam lernten, spielten und trainierten sie.

Während Shabir und Vahid sich wie vom Vater gewünscht recht früh ins Handelsunternehmen des Vaters integrierten, bevorzugte Barata die Umgebung von Büchern und Schriften. Seinem Vater zuliebe aber eignete er sich aber ebenso das Wissen an, dass er benötigte, um das Unternehmen der Familie zu unterstützen. Die Handelsbereiche der Familie erstreckte sich über Luxusgüter, Teppiche und edle Stoffe, in späteren Jahren vermittelte die Latifa Familie gemeinsam mit der ibn'Khadeem Familie Wohnobjekte.

Barata lernte gemeinsam mit seinen Brüdern den Umgang mit dem Kurzschwert, fügte seinem Repertoire später Akrobatik hinzu. Barata verfolgte damit keinem bestimmten Zweck, doch er liebte es, über die Dächer Valencias zu klettern und das Leben und Treiben der Stadt zu beobachten. Obwohl Barata eine Ausbildung in der Bibliothek angetreten war, konnte er seinem Vater und den Brüdern immer wieder auf Handelsreisen begleiten. Er nutzte diese Gelegenheiten, um Bücher oder Dokumente zu sammeln oder Abschriften herzustellen. Sie begannen, die kleine Bibliothek im eigenem Hause stetig zu erweitern.

Kurz nach Baratas achtzehntem Geburtstag erkrankte seine Mutter Jamala, so dass sie das Haus kaum noch verlassen konnte. Ihre Krankheit war nicht tödlich, aber schwächte sie zu sehr. Keiner der Valencianischen Ärzte wusste Rat, weshalb Shabir und Vahid auf ihren Reisen Ausschau nach guten Ärzten hielten. Auch Barata verließ Valencia immer häufiger, wenn auch oft alleine. Entweder, um für seinen Vater Ausschau nach möglichen Handelspartnern zu halten, oder um Abschriften und Bücher zu sammeln. Dabei hielt er stets ein Auge nach medizinischen Aufzeichnungen offen, doch bis auf wenige Hinweise fand er nie etwas, dass seine Mutter heilen konnte.