Masanobu

 — Ein exilierter Samurai, der als Vagabund durch die Welt streift.

Biografie

Masanobu sitzt der Schelm buchstäblich im Nacken.

Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist frech und unverschämt und genießt es mit Frauen zu flirten - auch wenn diese seine plumpen Anmachversuche in der Regel mit aufgebrachtem Geschrei und der ein oder anderen Backpfeife quittieren, bevor sie empört das Weite suchen. Bisher zeigte er sich von diesem Verhalten nicht sonderlich beeindruckt, auch wenn er nicht müde wird, im betrunkenen Zustand wildfremden Leuten in Spelunken sein ach so schreckliches Leid zu klagen.

Er gilt als selbstverliebter, aufgeblasener Schürzenjäger und alberner Dummschwätzer, der mit einer großen Portion Dramaturgie und Kitsch von seinen angeblich so ruhmreichen Abenteuern erzählt und dabei nicht an bodenlosen Übertreibungen spart. Es ist hierbei fraglich, ob seine heldenhaften Geschichten überhaupt einen wahren Kern besitzen oder lediglich seiner lebhaften Fantasie entspringen. So behauptet Masanobu unter anderem von sich, ein gut betuchter Prinz aus fernen exotischen Landen, ein Meisterdieb mit den flinkesten Fingern auf der ganzen Welt und ein mächtiger Pirat im Ruhestand zu sein, der nebenberuflich diese feinen Lederjacken verkauft und sich unter anderem gegen blutrünstige dreiköpfige Affen und Meereskraken behauptet hat.
Ungeachtet dessen, ob er die Wahrheit spricht oder nicht, erfreuen sich seine bunten Geschichten besonders bei Kindern großer Beliebtheit, die seinen spannenden Erzählungen gebannt horchen und ihn liebevoll "Masa, den Vagabunden" nennen. Erwachsenen dagegen ist Masanobu eher lästig, was ihn jedoch nicht davon abhält, sie ohne Punkt und Komma mit Belanglosigkeiten zuzuquatschen - ob sie wollen oder nicht, ist ihm dabei herzlich egal und er ergreift manchmal die Gelegenheit beim Schopfe, um seine gelangweilten oder genervten Opfer um die ein oder andere Münze oder andere Wertgegenstände zu erleichtern, um nicht hungern zu müssen. Ehrlicher Arbeit geht Masanobu nämlich nicht nach... alte Gewohnheiten lassen sich halt schwerer aufgeben als andere.

Niemand weiß, dass er ein kriegserfahrener Samurai im Exil ist, der blind und aus falschem Ehrgefühl hunderte von Menschen getötet hat. Niemand weiß, dass er seine geliebte Frau auf sinnlose und tragische Art und Weise verloren hat. Keiner kennt seine wahre Geschichte, über die er niemals spricht.

Für alle ist er bloß der trottelige Vagabund, der nicht den Mund halten kann.