Xineko

 — Traumatisierter Soldat des Krieges

Biografie

Xineko Rojára wurde im Jahr 258 als erster Sohn eines calpheonischen Soldaten und der jüngsten Tochter einer Abspaltung einer medianischen Handelsfamilie in Epheriaport geboren. Er gilt darüber hinaus als der erste Nachkomme der neu entstandenen Militär-Familie Rojára, dessen Ziel es ist in die Ränge der Walküren einzutreten.

Die ersten Lebensjahre, des mit roten Haaren gesegneten Kindes, waren von Geborgenheit und Fürsorge begleitet. Es war ein Glück, dass weder Familienmitglieder noch er selbst Opfer der schwarzen Seuche wurden und die Hochphase gut überstehen konnten. Schnell nach dieser Phase, verdeutlichte sich jedoch die Abneigung der Familie gegenüber dem Erstgeborenen, der zwar mit roten Haaren ausgestattet war, aber als Junge geboren wurde und von daher nie in die Ränge der Walküren aufgenommen werden, und damit Ruhm für die Familie bringen, konnte. Als im Jahr 262 ein rothaariges Mädchen das Licht der Welt erblickte, verschlimmerte sich die Behandlung des jungen Xineko. Jegliche Fürsorge und Beachtung wurde ihm entzogen und seiner Schwester zu teil, die im Vergleich zu ihm, die Werte der Familie erfüllen konnte.

Bis zu seinem neunten Lebensjahr zeichnete sich Xineko durch rebellisches, teils stures, Verhalten aus in der Hoffnung so Aufmerksamkeit zu erlangen. Diese Versuche misslangen und führten teils du heftigem Tadel und Züchtigungen. Vieles änderte sich schlagartig mit den schweren Naturkatastrophen im Jahr 267 bei denen Epheriaport von teils riesigen Wellen heimgesucht wurde. Bei einer zerstörerischen Welle wurde die Zweitgeborene in die Tiefen des Meeres hinaus gerissen und hinterließ einen schockierten Bruder und zerstörte Familienpläne. Fortan verschärfte sich das Verhalten gegenüber dem rothaarigen Jungen. Nicht nur, dass man ihm unterschwellig die Schuld für den Unfall gab, Begründung hierfür war dass seine rebellische Ader das Unheil hatte hervorgerufen, sondern auch die Bestimmung der militärischen Linie der Familie treu zu bleiben und als bald eine Walküren-Tochter heranzuziehen.

Durch den eigenen Militärdienst und den vergangenen Krieg mit Valencia deutlich geprägt, trainierte Xinekos Vater ihn auf das Härteste in der Kunst des Kampfes, und den Werten ein Mann und vor allem ein Soldat zu sein. Neben der Unterstützung dieses Vorhabens durch die mütterliche Seite, baute die Familie auf väterliche Seite weiteren Druck auf und forderte den rothaarigen Jungen wo es möglich schien. In der Pubertät des Rothaars wurden die eigenwilligen Züge so gut es möglich war unterdrückt und mit Lehren überdeckt. Meist fand dies Anwendung in Strafen, Hausaufgaben oder zusätzlichen Training statt. Der Fokus auf die Schwertführung erreichte dabei einen Schwellenwert, der dazu führte, dass allgemeine Dinge wie das Lesen oder Schreiben vernachlässigt wurden. Jegliche Gegenwehr des Jungen, der mittlerweile merkte dass man ihn benutzte, wurde im Keim erstickt, so wundert es kaum, dass er mit 17 Jahren in den Militärdienst Calpheons auf Anraten seiner Familie eingezogen wurde.

Ähnlich einem Befreiungsschlag stellten sich die anfänglichen Züge seiner Militärzeit in Calpheons Diensten dar. Zwar wurden auch hier harte Regeln durchgesetzt, doch genoss er neben seiner Dienstzeit auch erst mal wirkliche Freiheiten, die er überschwänglich genoss und dafür ebenso wiederum Strafen auf sich nahm. Xineko setzte es sich in den Kopf den Bemühungen seiner Familie einen Strich durch die Rechnung zu machen und übte sich darin ein besonders schlechtes Verhalten an den Tag zu legen, da er glaubte dass die Rufschädigung der Familie deutlich mehr Schaden zu fügte, als die Strafen ihm. Seine Einstellung wandelte sich schlagartig als Calpheon in den erneuten Krieg gegen Valencia zog und das Rothaar an die Front beordert wurde.

Die ersten Monate des Krieges, die ihren Weg über Keplan führten, waren neben der beständigen Furcht vor den Konflikten eine totale Umstellung für den jungen Mann. Zum ersten Mal fühlte er nicht nur Verantwortung seinem Reich gegenüber, sondern auch den Kameraden an seiner Seite, die anders als seine bisherigen Erfahrungen, keinen Druck auf ihn ausübten. An dieser Stelle war Xineko froh aus den Zwängen seiner Familie entkommen zu sein und wog sich in grenzenloser Freiheit. Auch wenn die ersten Schlachten erfolgreich waren und das Rothaar sich langsam an die Schlachten gewöhnten stellte die Auseinandersetzung kurz vor Heidels Schloss einen Wendepunkt in seinem Leben dar. Guy Seric führte calpheonische Truppen gegen serendianische Truppen in einem offenen Kampf auf, während er selbst mit einigen Männern einem Hinterhalt folgte.

In der darauffolgenden Schlacht, erlebte Xineko ein Blutbad ungesehenem Ausmaß, welches in zunehmend traumatisierte und in die Arme Elions trieb. Er entwickelte neben seiner Abneigung gegenüber dem Adel, denen er nachsagte, dass sie den Krieg für ihre eigenen Zwecke missbrauchten, auch eine starke Eifersucht bezüglich der Walküren, die in der Schlacht kämpften. Er war sich sicher, dass der Adel nicht Elions Willen folgte, sondern seine eigenen Taschen bereichern wollten. Auch dies führte dazu, dass sich Xineko – nachdem er sich von seinen Verletzungen um die Schlacht von Serendia erholt hatte – nicht wie ein Kriegsheld oder ein tapferer Soldat fühlte, sondern das Empfinden eines betrogenen Narren verkörperte. Unterstützt fühlte sich das Rothaar durch Guy Serics Bemühungen das Militär mit Söldnern aufzustocken, die es ihm erlaubten unlauteren Handel zu treiben und Militärausrüstung zu verkaufen und sich daran, den Adel als Vorbild, zu bereichern. Zuerst in Sorge ertappt worden zu sein, wurde der Soldat zwecks der Aufstände in Calpheon aufgrund der hohen Steuern zurück beordert um die Proletarierklasse in Schach zu halten.

Zurück in Calpheon nutzte die Rojára-Familie, unwissend über Xinekos unlauteren Handel, die gewonnene Anerkennung in der Eroberung Serendias um ein Gattin für den jungen Mann zu finden, die den Anforderungen der Familie entsprach und aller Voraussicht die besten Eigenschaften besaß, um ein erfolgreiche Walküre zu gebären. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit klüger, nutzen die zwei Familien subtile Mittel, um die beiden Versprochenen aneinander zu führen. Als Xineko klar wurde, welcher Intrige er auf den Leim gegangen war, war es bereits zu spät und so wurde er mit der Tochter einer mittelständischen, aber bekanntermaßen arroganten, Familie im Jahr 281 vermählt. Die erhofften Nachkommen blieben aus, da Xineko kurz darauf, zu seiner Freude, in den Dienst und nach Balenos beordert wurde. Dort rächten sich seine Bemühungen seinen eigenen Vorteil zu erlangen gepaart mit den Bemühungen seiner Familie worauf er in Ungnade bei den örtlichen Kommandanten fiel und nach Velia versetzt wurde um die dortigen Stadtwachen zu unterstützen. Der kriegserfahrene Soldat nahm diese neue Aufgabenzuteilung mit gemischten Gefühlen war. Zum Einen war seine Versetzung nach Velia ein Stich in den Rücken, auf der anderen Seite war er nun außerhalb des Einflussbereiches seiner Familie und seiner Gattin.